Fusilli sizilianischer Art vereinen goldbraune Auberginen, süße Datteltomaten und würzige Oliven zu einer Pasta, die alles zeigt, was die sizilianische Küche so reich macht: Kontraste aus süß, salzig und rauchig, in wenigen Schritten auf den Tisch gebracht.

| Schwierigkeit | ★☆☆ einfach |
| Zubereitungszeit | 15 Minuten |
| Kochzeit | 15 Minuten |
| Gesamtzeit | 30 Minuten |
| Portionen | 4 |
| Kosten | € günstig |
| Region | Sizilien |
| Eignung | Vegetarisch, laktosefrei möglich (ohne Pecorino), glutenfrei möglich |
| Nährwerte | ca. 520 kcal pro Portion |
| Variationen | Mit Kapern für mehr Säure, mit Chili für Schärfe, vegan ohne Pecorino |
| Passender Wein | Grillo Sicilia DOC – frisch und leicht zitrisch, hebt die Süße der Auberginen hervor, ohne die Oliven zu überdecken |
Sizilien: die Insel der Kontraste
Die sizilianische Küche gilt als eine der reichsten Italiens, und das liegt an ihrer Geschichte: Griechen, Araber, Normannen und Spanier haben über Jahrhunderte hinweg Zutaten und Techniken hinterlassen. Auberginen kamen über die arabische Herrschaft auf die Insel und wurden schnell zu einem festen Bestandteil der sizilianischen Küche – man denke nur an die berühmte Caponata.
In diesem Rezept treffen die Auberginen auf Datteltomaten und Oliven, eine Kombination, die für die Insel typisch ist: süß, salzig, leicht bitter, alles auf einmal. Fusilli mit ihren Windungen sind ideal, weil sie die kleinen Auberginenwürfel und Olivenstücke förmlich einfangen. Wer mehr über die Techniken der sizilianischen Küche erfahren möchte, findet ergänzend meinen Beitrag zu Gnocchi alla Siciliana, wo ähnliche Sommeraromen eine andere Pastaform tragen.
Das Gericht braucht keine Vorkochzeit und keine raffinierte Technik – nur Geduld beim Anbraten der Auberginen, damit sie wirklich goldbraun und nicht nur grau werden.
Zutaten für 4 Portionen
- 350 g Fusilli
- 2 mittelgroße Auberginen, gewürfelt
- 300 g Datteltomaten, halbiert
- 100 g schwarze Oliven, entsteint
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 1 Bund Basilikum, grob gezupft
- 5 EL Olivenöl extra vergine
- Meersalz und schwarzer Pfeffer
- Pecorino, gerieben, zum Servieren (auf Wunsch)
Zubereitung
Die Sauce zubereiten
- Reichlich Wasser für die Fusilli aufsetzen und stark salzen.
- Auberginen in gleichmäßige Würfel schneiden, nicht zu klein, sonst zerfallen sie beim Braten.
- Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Knoblauch kurz aromatisieren lassen.
- Auberginenwürfel dazugeben und bei mittlerer bis hoher Hitze goldbraun anbraten, dabei gelegentlich wenden. Das dauert 8 bis 10 Minuten – Geduld ist hier wichtiger als Tempo.
- Datteltomaten und Oliven zu den Auberginen geben, kurz mitköcheln lassen, bis die Tomaten leicht einfallen.
- Die Hälfte des Basilikums unterheben.
- Sobald das Wasser kocht, Fusilli hineingeben und 2 Minuten kürzer kochen als auf der Packung angegeben.


Mantecatura mit einer Sauce
Die Fusilli direkt mit einer Schaumkelle in die Pfanne heben, etwas Pastawasser mitnehmen. Bei mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten schwenken, dabei esslöffelweise weiteres Pastawasser zugeben, bis sich Öl und Stärke zu einer leicht bindenden Sauce verbinden, die an den Windungen der Fusilli haftet.



Tipp aus der Küche: Auberginen ziehen viel Öl. Wer weniger fettig kochen möchte, kann sie vor dem Anbraten kurz salzen und 10 Minuten ziehen lassen, dann trockentupfen. So braucht die Pfanne spürbar weniger Öl.
Mit restlichem Basilikum und, wer mag, geriebenem Pecorino servieren. Sofort auf den Tisch, solange die Auberginen noch warm und die Fusilli al dente sind.
Häufige Fragen und Tipps
Warum werden meine Auberginen grau statt goldbraun?
Meist weil zu viele Würfel gleichzeitig in der Pfanne liegen. Dann dünsten sie im eigenen Saft, statt zu bräunen. Lieber in zwei Portionen anbraten oder eine größere Pfanne verwenden, damit jedes Stück Kontakt zum heißen Boden hat.
Wie vermeide ich, dass die Auberginen zu viel Öl aufsaugen?
Auberginen vor dem Braten salzen und 10 Minuten ziehen lassen, dann mit Küchenpapier trockentupfen. Das entzieht ihnen Wasser, wodurch sie beim Braten weniger Öl aufsaugen und schneller bräunen.
Kann ich die Sauce vorbereiten und aufbewahren?
Ja, bis zu 2 Tage im Kühlschrank, luftdicht verschlossen. Der Geschmack wird durch das Durchziehen sogar runder. Vor dem Servieren bei milder Hitze erwärmen und mit frisch gekochten Fusilli mantecare.
Wie mache ich das Rezept vegan und laktosefrei?
Einfach den Pecorino weglassen oder durch einen veganen Hartkäse-Ersatz ersetzen. Alle übrigen Zutaten sind bereits pflanzlich und von Natur aus laktosefrei.
Wie mache ich das Rezept glutenfrei?
Ersetze die Fusilli durch eine glutenfreie Pastaform aus Mais und Reis. Sie gibt beim Kochen mehr Stärke ab, daher beim Mantecare mit etwas weniger Pastawasser arbeiten.
Welche Oliven eignen sich am besten?
Kräftige schwarze Oliven wie Taggiasca oder einfache entsteinte schwarze Oliven aus dem Glas funktionieren gut. Wichtig ist, dass sie nicht zu mild sind, sonst gehen sie im Gesamtgeschmack unter.
Weitere regionale Pasta-Klassiker
- Pasta alla Norma – Sizilien. Der berühmte Klassiker mit Auberginen, Tomatensauce und Ricotta salata.
- Pasta con le Sarde – Sizilien. Sardinen, Fenchel und Pinienkerne, süß-salzig und tief regional.
- Gnocchi alla Siciliana – Sizilien. Ähnliche Sommeraromen, andere Pastaform.
- Busiate al Pesto Trapanese – Sizilien. Handgedrehte Pasta mit Mandel-Tomaten-Pesto aus Trapani.
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- Die 13 traditionellen Pastaformate aus Kampanien – ein Überblick, der zeigt, wie unterschiedlich italienische Pastaformen sein können.
In 30 Minuten steht Sizilien auf dem Tisch – süß, salzig, sonnengereift. Guten Appetit! Wer mehr über die Vielfalt der italienischen Pastawelt erfahren möchte, findet die Termine bei meinen Pasta-Kochkursen in Nürnberg.

